Verdacht auf Weitergabe im Jahr 2002 gestohlener Kundendaten der LGT Treuhand AG in Vaduz
15. Februar 2008
Vaduz, 15.2.2008 – Wie die LGT Group heute bekanntgab, haben sich Hinweise ergeben, dass vor rund sechs Jahren gestohlene Kundendaten der LGT Treuhand AG in Vaduz unrechtmässig weitergegeben wurden. Der Datendiebstahl war 2003 angezeigt und gerichtlich verurteilt worden. Kunden, die nur mit der LGT Bank (und nicht mit der LGT Treuhand AG) eine Beziehung unterhalten, sowie sämtliche ab 2003 eröffneten Kundenbeziehungen von Gesellschaften der LGT Group, sind von diesem Datendiebstahl nicht betroffen.
Im Jahre 2002 wurden bei der LGT Treuhand AG in Vaduz – einer von der LGT Bank unabhängigen Tochtergesellschaft der LGT Group, die unter anderem für die Errichtung von Stiftungen zuständig ist – durch einen damaligen Mitarbeiter vertrauliche Kundendaten gestohlen. Der Fall wurde umgehend zur Anzeige gebracht und der in der Zwischenzeit ausgetretene Mitarbeiter Ende 2003 gerichtlich verurteilt. Nach Kontakten zwischen den Parteien wurde das Datenmaterial scheinbar vollumfänglich zurückgegeben. Gemäss damaliger Faktenlage betrachtete die LGT Treuhand AG den Fall als abgeschlossen.
Ab Sommer 2007 erhielt die LGT Treuhand AG erstmals vereinzelte Hinweise auf eine illegale Weitergabe von Kundendaten und leitete eine interne Untersuchung ein, um die Informationsquelle zu eruieren. In den letzten Tagen haben sich nun die Indizien verdichtet, dass es sich dabei um Teile der 2002 gestohlenen Daten handelt. Der Umfang der vermuteten Datenweitergabe steht nicht fest. Die LGT wird umgehend Strafanzeige gegen Unbekannt einreichen und setzt alles daran, die Interessen ihrer Kunden zu schützen.
Das entwendete Datenmaterial enthält Informationen über Kundenbeziehungen der LGT Treuhand AG in Vaduz, die vor 2003 eröffnet wurden. Kunden, die nur mit der LGT Bank (und nicht mit der LGT Treuhand AG) eine Beziehung unterhalten, sowie sämtliche ab 2003 eröffneten Kundenbeziehungen von Gesellschaften der LGT Group, sind von diesem Datendiebstahl nicht betroffen.
Die LGT Group betont, dass der vermutete Zusammenhang zwischen den 2002 gestohlenen Daten und der aktuell in den Medien diskutierten Situation zurzeit nicht abschliessend erhärtet oder bestätigt ist. Die vorliegenden Informationen entsprechen dem derzeitigen Wissensstand der LGT. Kunden, die von der Weitergabe der gestohlenen Daten betroffen sein könnten, werden nach Möglichkeit persönlich kontaktiert.
Die Sicherheitsvorkehrungen zum Schutze der Privatsphäre der Kunden wurden im Laufe der Jahre ständig den neuesten Erkenntnissen angepasst, und es gibt keinen Hinweis, dass seit 2002 Kundendaten entwendet wurden.
Die Gesellschaften der LGT Group üben ihre Geschäfte im Rahmen der gesetzlichen und behördlichen Vorgaben aus und haben keine Kenntnis von gegen sie gerichteten Ermittlungen. Die LGT misst dem Schutz der Privatsphäre ihrer Kunden höchste Bedeutung bei, ist aber wie jedes Institut gegen kriminelle Machenschaften einzelner Personen nicht gefeit. Sie entschuldigt sich bei ihren Kunden und Mitarbeitenden in aller Form und bedauert die entstandene Situation ausserordentlich.
LGT in Kürze
LGT steht als Unternehmen im Besitz des Fürstenhauses von Liechtenstein für Wealth Management im ursprünglichen Sinn eines Privatbankiers. Die Kernkompetenzen Wealth Management sowie traditionelles und alternatives Asset Management fügen sich für den Kunden zu einem Gesamtangebot zusammen, das sich erfolgreich etabliert hat. LGT ist mit gut 1500 Mitarbeitenden an 29 Standorten in Europa, Asien, dem Mittleren Osten und Amerika vor Ort präsent. Group CEO ist S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein. Per 30.6.2007 verwaltete die LGT Vermögenswerte von 99.7 Milliarden Schweizer Franken.
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